AUSTRIA JUNIOR CUP

22.07.2021

MotoGP-Star von morgen gesucht

Beim ersten Auftritt der neuen österreichischen Motorrad-Nachwuchsrennserie zeigten die Mädchen und Burschen unter widrigen Wetterumständen, dass sie ihre KTM RC4R auch auf glattem Untergrund unter Kontrolle haben. Die 1.150 Meter kurze Strecke im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum in Sichtweite zum Stift Melk hatte es mit Höhenunterschieden und einer Mischung aus mittelschnellen Kurven in sich.

Rennen

Das erste von zwei geplanten Rennen wurde zunächst aufgrund der Wetterbedingungen von Samstag auf Sonntag verlegt. Leo Rammerstorfer (KTM Braumandl) startete Sonntagfrüh zum fünften Mal im fünften Rennen von der Poleposition. Erneut wurde der Oberösterreicher am Start erst einmal zurückgereicht. Kilian Holzer (Zweirad Zauner) aus Tirol gab zu Rennbeginn den Ton an. Nachdem Wildcard-Starter Korbinian Brandl und Daniel Krabacher (KINI Bike World) ausgangs der Westkurve unabhängig voneinander stürzten, wurde das Rennen unterbrochen – beide Piloten blieben unverletzt. Beim Restart dasselbe Bild: Für Rammerstorfer ging es vom besten Startplatz zurück auf Platz 5, Holzer und Luca Göttlicher (Schruf Motorrad) schoben sich dagegen schon auf der Startgeraden auf die besten Positionen nach vorne. Dieses Duell sollte dann auch zunehmend an Fahrt aufnehmen, denn Göttlicher jagte Holzer mit schnellsten Rundenzeiten hinterher. Doch bevor es zum Showdown kam, wurde nochmals unter- und anschließend abgebrochen. Jonathan Jöchl (KINI Bike World) rutschte im hinteren, abschüssigen Teil der Strecke aus. Auch er konnte etwas später selbstständig zurück an die Box rollen. Weil das Ergebnis der Runde vor dem Abbruch gewertet wird, kann er sich mit Rang 9 und seiner bislang besten Saisonleistung zumindest ein wenig trösten. Hinter Holzer und Göttlicher wurde Niklas Kitzbichler (Red Bull Erzbergrodeo) aus Tirol Dritter. Brandl, Rammerstorfer und Tristan Walch (KINI Bike World) folgten auf den Rängen 4 bis 6. Bester Niederösterreicher beim Heimspiel wurde Niklas Wannenmacher (KTM Braumandl) als Zwölfter. Wildcard-Starter Manuel Hechl aus dem Bezirk Melk konnte bei seinem Debüt gleich im Mittelfeld Fuß fassen. Ein verpatzter Start ruinierte ihm aber das Rennen, er wurde 15.

Für das Rennen wurden keine Meisterschaftspunkte vergeben, weil die zurückgelegte Distanz nicht über die Zwei-Drittel-Marke reichte. Wie prognostiziert verschlechterte sich das Wetter zunehmend. Das zweite Rennen wurde deshalb nicht mehr in Angriff genommen.